Die
Höhlen von Škocjan zählen als bedeutendste
unterirdische Erscheinung in der Karstlandschaft
Kras und in Slowenien zu den bedeutendsten
Höhlen der Welt. Die Schlucht, an deren
Ende die Reka in den Untergrund verschwindet,
und die geheimnisvollen Höhlengänge übten
auf den Menschen schon seit jeher einen
besonderen Reiz aus. Die Reka verschwindet
unter einer Felswand, oberhalb deren das
Dorf Škocjan liegt, nach dem die Höhlen
(Škocjanske jame) benannt wurden.
Archäologische Forschungen haben erwiesen,
dass die Höhlen und deren Umgebung bereits
seit der Vorgeschichte – von der Mittelsteinzeit,
Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit
über Antike und Mittelalter – somit über
5000 Jahre bewohnt waren. Funde in dieser
Gegend bestätigen, dass die Höhlen von
Škocjan bereits in vorgeschichtlicher
Zeit nicht nur von lokaler, sondern zumindest
regionaler Bedeutung waren. In diesem
Gebiet begann auch die grundlegende Erforschung
des Karstes und der Karsterscheinungen
im 19. Jahrhundert. Von hier stammen
auch die internationalen geomorphologischen
Termini Karst („kras“) und Doline („dolina“).
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| Blick vom Aussichtspunkt
auf die Velika und Mala Dolina. Im
Hintergrund ist das Dorf Škocjan zu
sehen, nach dem die Höhlen benannt
sind. |
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