Die Besichtigung der Höhlen
beginnt im Besucherzentrum in Matavun. Der Weg
führt in eine typische Einsturzdoline, die von
den Einheimischen Globoèak genannt wird. In die
Höhle führt ein 116 m langer künstlicher Stollen,
der 1933 gebaut wurde. Der mit Sinter reich überzogene,
als Eingang benutzte Höhlengang, Paradies genannt,
besitzt auf kleinem Raum die am schönsten erhaltenen
Tropfsteinformen der Höhlen von Škocjan. Der
Weg setzt sich durch das Labyrinth in die Velika
dvorana (Große Halle) fort, auf deren Sohle mächtige,
bis 15 m hohe Stalagmiten, Riesen genannt, nach
oben wachsen. Etwas weiter von der bemerkenswerten
Orgel hört der Besucher zum ersten Mal das Tosen
der Reka, die durch die riesige Šumeèa
jama (Rauschende Höhle) in den Karstuntergrund eindringt. Beim
Austritt aus der Tiha jama (Stillen Höhle) ist
der Blick auf den unterirdischen Canon
der Reka sowohl für jenen Besucher, der hier zum ersten
Mal steht, als auch für jenen, der ihn bereits
einmal gesehen hat, ein beeindruckendes Erlebnis.
Der Weg führt über eine in den nackten Fels geschlagene
Galerie zur Cerkvenik-Brücke weiter, die in einer
Höhe von 45 m das Flussbett beim Eintritt der
Reka in den Hankekanal quert. Durch die Müller-
und Sventina-Halle geht man dann langsam zum
tiefsten, 144 m unter der Oberfläche liegenden
Punkt des Besichtigungswegs hinunter. Dann entfernt
man sich für kurze Zeit von der Reka und geht
zur Halle der Sinterpfannen hinauf. Das Tageslicht
erblickt man wieder in der Schmidlhalle, die
sich mit bis 165 m hohen Wänden des Velika
dolina (Großen Tals) öffnet. Hier bietet sich in der
Sohle dieser Einsturzdoline ein letztes Mal ein
Ausblick auf die Reka und einen über 10 m hohen
Wasserfall. Der Weg steigt dann durch einen Höhlengang,
Pruker genannt, bis zum Schrägaufzug an, mit
dem die Besucher aus der Doline herausfahren.
Die Besichtigung endet im Besucherzentrum in
Matavun, wo sie auch begonnen hat.
|